Sanitär
Rohrbruch: Was sofort tun?
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Ein Rohrbruch ist der Sanitär-Notfall, bei dem Zeit am meisten zählt. Diese Anleitung führt Sie durch die ersten Minuten, bis der Fachbetrieb da ist.
Warum die ersten Minuten zählen
Bei einem Rohrbruch läuft das Wasser so lange, bis jemand den Hahn zudreht. Aus einer Hausleitung mit normalem Druck kommen pro Minute mehrere Liter, aus einer Steigleitung deutlich mehr. Was in den ersten zehn Minuten passiert, entscheidet, ob Sie nachher einen nassen Boden aufwischen oder ob die Decke der Nachbarwohnung, der Unterlagsboden und die Elektroverteilung betroffen sind. Deshalb gilt: zuerst handeln, dann telefonieren.
Die Ausnahme von der Reihenfolge: bei Nässe am Strom zuerst die Sicherung
Haupthahn zuerst gilt nur, solange der Weg dorthin trocken ist. Läuft Wasser über Steckdosen, über Verlängerungskabel oder über Bodenleuchten, oder tropft es von der Decke auf Elektroinstallationen, dann schalten Sie zuerst die Sicherung des betroffenen Bereichs aus, im Zweifel den Hauptschalter, und gehen erst danach zum Wasser. Betreten Sie keinen Raum, in dem Wasser steht und gleichzeitig Geräte am Netz hängen, und ziehen Sie keine Stecker mit nassen Händen aus nassen Dosen.
Ist der Sicherungskasten selbst nass, oder steht das Wasser so, dass Sie ihn nur durch die Pfütze hindurch erreichen: Finger weg. Bleiben Sie draussen und alarmieren Sie die Feuerwehr über 118. Bevor die Sicherungen wieder eingeschaltet werden, muss eine Elektro-Fachperson die betroffenen Stromkreise prüfen.
Schritt 1: Haupthahn schliessen
Der wichtigste Handgriff. Im Einfamilienhaus finden Sie den Haupthahn im Keller beim Wasserzähler, meist dort, wo die Leitung von der Strasse ins Haus kommt. In Mehrfamilienhäusern liegt er im Technikraum oder Keller; für Ihre Wohnung gibt es oft zusätzliche Absperrventile im Bad, in der Küche oder in einem Schacht bei den Steigleitungen. Drehen Sie den Hahn im Uhrzeigersinn zu oder legen Sie den Hebel quer zur Leitung. Läuft das Wasser danach noch kurz weiter, ist das normal: Die Leitungen entleeren sich.
Betrifft der Bruch nur ein Gerät, etwa den Zulauf der Waschmaschine oder des Spülkastens, reicht es, das Eckventil darunter zu schliessen. Dann hat der Rest des Hauses weiterhin Wasser.
Wo die Absperrung in der Mietwohnung sitzt
In der Mietwohnung gibt es meist keinen eigenen Haupthahn. Stattdessen finden Sie Absperrventile hinter der Revisionsklappe im Bad oder im WC, im Schacht bei den Steigleitungen oder unter dem Lavabo und der Küchenspüle. Direkt am Gerät helfen die Eckventile: eines unter dem Spülkasten, je eines unter Lavabo und Spüle, dazu die Absperrhahnen für Waschmaschine und Geschirrspüler. Wer diese Stellen einmal bei Tageslicht angeschaut hat, findet sie im Notfall ohne Suchen.
Wenn Sie den Haupthahn nicht finden
Klingeln Sie beim Hauswart oder bei Nachbarn im Haus, die den Technikraum kennen, und rufen Sie parallel die Verwaltung an. Bleibt es dabei, melden Sie sich bei der Wasserversorgung Ihrer Gemeinde. Die Störungsnummer steht auf der Wasserrechnung und auf der Website der Gemeinde, in Winterthur bei Stadtwerk Winterthur. Die Absperrung im Strassenschieber macht ausschliesslich der Versorger, nie Sie selbst: Dafür braucht es den passenden Schlüssel und das Wissen, welcher Schieber zu welchem Haus gehört.
Schritt 2: Strom aus dem nassen Bereich
Wasser und Strom sind eine gefährliche Kombination. Wenn Wasser in der Nähe von Steckdosen, Verlängerungskabeln, Geräten oder Lampen läuft oder von der Decke tropft, schalten Sie die Sicherung des betroffenen Bereichs aus, im Zweifel den Hauptschalter. Das gilt nur, solange der Sicherungskasten trocken ist, Sie trockene Hände haben und trocken davorstehen. Betreten Sie keine überschwemmten Räume, in denen elektrische Geräte am Netz hängen, und fassen Sie keine nassen Geräte an. Öffnen Sie nichts am Zähler, an der Hauseinführung oder an der Verteilung selbst und überbrücken Sie nie eine Sicherung. Läuft Wasser in die Elektroverteilung, halten Sie Abstand und rufen Sie die Feuerwehr über 118; sind Personen in Gefahr, 144.
Schritt 3: Wasser eindämmen
- Eimer und Schüsseln unter tropfende Stellen stellen, Tücher und Handtücher auslegen.
- Möbel, Teppiche, Kartons und alles, was Wasser aufsaugt, aus dem nassen Bereich schaffen.
- Beult sich die Decke aus oder tropft es von oben: nicht anstechen und nicht auf Leiter oder Stuhl steigen. In der Decke liegen Leitungen und Lampen, und eine durchnässte Decke kann als Ganzes herunterkommen. Gehen Sie unter der Stelle weg, stellen Sie einen Eimer hin und überlassen Sie das Öffnen der Fachperson oder der Feuerwehr über 118.
- Fenster öffnen, damit Feuchtigkeit abziehen kann.
- Im Keller: Gegenstände auf Paletten oder Regale heben. Waschmaschine und Tumbler nur ausstecken, solange der Boden dort trocken ist und Sie trockene Hände haben; steht bereits Wasser, gehen Sie nicht hinein, sondern schalten die Sicherung aus.
Schritt 4: Nachbarn und Verwaltung informieren
Wasser läuft nach unten. Wenn Sie in einer Wohnung sind, klingeln Sie bei den Nachbarn unter Ihnen, damit sie ihre Decke und ihre Elektroanlage im Auge behalten. Mieterinnen und Mieter informieren zudem die Verwaltung oder die Eigentümerschaft, denn der Schaden am Gebäude ist deren Sache und sie gibt die Reparatur in der Regel frei. Läuft weiter Wasser und ist niemand erreichbar, bieten Sie den Fachbetrieb selbst auf: Schadenbegrenzung geht vor, und Sie halten schriftlich fest, dass Sie niemanden erreicht haben.
Mietwohnung: melden und den Schaden klein halten
Das Mietrecht sieht in Art. 257g OR vor, dass Sie einen Mangel, den Sie nicht selbst beheben müssen, der Vermieterschaft melden. Melden Sie deshalb so früh wie möglich. Dazu kommt, was ohnehin sinnvoll ist: den Schaden klein halten, also absperren, Wasser aufnehmen, Möbel wegstellen, Nachbarn unter Ihnen warnen.
Melden Sie zuerst telefonisch über die Notfallnummer der Verwaltung und schicken Sie danach dieselbe Meldung schriftlich per Mail hinterher, mit Datum, Uhrzeit und Fotos. So ist belegt, wann Sie informiert haben. Ist niemand erreichbar und läuft weiter Wasser, bieten Sie einen Fachbetrieb zur Schadenbegrenzung auf und halten das im Mail so fest. Alles, was darüber hinausgeht, etwa eine Sanierung, lassen Sie freigeben. Räumen Sie beschädigte Gegenstände nicht vorschnell weg und vergeben Sie keinen eigenen Reparaturauftrag, ohne die Verwaltung eingebunden zu haben. Für Rechtsfragen sind Mietvertrag, Verwaltung oder eine Beratungsstelle zuständig, nicht der Sanitär-Fachbetrieb.
Schritt 5: Dokumentieren
Machen Sie Fotos und ein kurzes Video: die Bruchstelle, das Ausmass des Wassers, betroffene Möbel und Böden. Notieren Sie die Uhrzeit, wann Sie den Schaden bemerkt haben und was Sie unternommen haben. Diese Dokumentation braucht später die Versicherung, und sie hilft dem Fachbetrieb bei der Einschätzung, bevor er losfährt. Schicken Sie ein Foto per WhatsApp mit, wenn Sie anrufen.
Was Sie fotografieren, bevor Sie aufräumen
Fotografieren Sie in zwei Stufen: zuerst Übersichtsbilder, auf denen der ganze Raum und der Wasserstand erkennbar sind, danach Detailaufnahmen der Bruchstelle, der nassen Wand, des Bodens und jedes beschädigten Möbelstücks. Markieren Sie den höchsten Wasserstand mit Klebeband oder halten Sie ein Massband ins Bild, damit später nachvollziehbar ist, wie hoch es stand. Filmen Sie einmal langsam durch den Raum und sprechen Sie dabei Datum, Uhrzeit und Fundort auf. Das Video hält auch fest, was auf Einzelbildern untergeht.
Notieren Sie, wann Sie den Schaden bemerkt haben, wann Sie abgesperrt haben und wen Sie wann informiert haben. Nasse Teppiche, Kartons, Elektrogeräte und Möbel entsorgen Sie erst, wenn die Versicherung sie gesehen oder freigegeben hat. Stellen Sie sie bis dahin separat ab und bewahren Sie Kaufbelege auf.
Melden, wenn abgesperrt ist
Erst wenn Haupthahn zu und Strom aus ist: Foto per WhatsApp jederzeit oder Anruf auf +41 76 329 84 08, täglich 11 bis 21 Uhr. Wir vermitteln einen Sanitär-Fachbetrieb aus Winterthur und Umgebung; Termin, Stundenansatz und Offerte nennt Ihnen der Betrieb selbst, die Anfahrt kostet pauschal CHF 80.–. Mehr dazu auf der Seite Sanitär-Notfall Winterthur.
Rohrbruch, schleichendes Leck oder Kondenswasser?
Nicht jede feuchte Stelle ist ein Notfall. Viele Leute finden einen dunklen Fleck, ohne dass irgendwo Wasser rinnt. Die drei Fälle unterscheiden sich deutlich, und die Unterscheidung entscheidet, ob Sie jetzt den Haupthahn schliessen oder in Ruhe abklären lassen.
| Merkmal | Rohrbruch | Schleichendes Leck | Kondenswasser |
|---|---|---|---|
| Wasser | spritzt oder rinnt sichtbar | dunkler Fleck ohne Rinnsal | feine Tropfen am kalten Rohr |
| Verlauf | der Fleck wächst beim Zuschauen | wächst über Tage und Wochen | kommt und geht mit der Luftfeuchtigkeit |
| Verteilung | eine klare Austrittsstelle | eine Stelle, Randfuge oder Silikonfuge löst sich | gleichmässig über die ganze Rohrlänge |
| Weitere Zeichen | Wasserdruck an den Hahnen fällt spürbar ab | Blasen in der Farbe, muffiger Geruch, Wärme im Boden über einer Warmwasserleitung | tritt bei warmer feuchter Luft auf, etwa nach dem Duschen oder im Sommer im Keller |
| Was zu tun ist | Haupthahn zu, sofort anrufen | abklären lassen, bevor Wand oder Boden geöffnet werden | lüften, Rohr dämmen lassen |
Bei Verdacht hilft ein einfacher Test: Wischen Sie das Rohr trocken, legen Sie ein Stück Haushaltpapier oder einen trockenen Lappen an die verdächtige Stelle und schauen Sie nach einer Stunde nach. Eine einzelne nasse Stelle spricht für ein Leck, ein flächig feuchtes Rohr für Kondensation. Bleibt die Ursache unklar, gehört sie mit dem Feuchtemessgerät abgeklärt, bevor jemand Wand oder Boden aufmacht.
Schleichendes Leck am Wasserzähler nachweisen
Drehen Sie alle Hahnen zu und sorgen Sie dafür, dass in dieser Zeit niemand Wasser braucht. Auch Waschmaschine, Geschirrspüler und ein Boiler mit Zirkulation müssen stehen. Schauen Sie dann am Wasserzähler auf das kleine Sternrad oder den feinsten Zeiger: Dreht es sich langsam weiter, fliesst irgendwo Wasser. Bei modernen Zählern ohne Sternrad notieren Sie den Stand samt Nachkommastellen, warten ein bis zwei Stunden ohne Wasserentnahme und lesen erneut ab.
Steigt der Wert, grenzen Sie ein: erst das Eckventil zur Toilette schliessen und den Test wiederholen, dann die Anschlüsse der Geräte. Ein durchlaufender Spülkasten ist die häufigste harmlose Erklärung. Bewegt sich der Zähler auch bei geschlossenen Geräteventilen, liegt das Leck in der Leitung selbst. Dann gehört es einem Sanitär-Fachbetrieb gemeldet, bevor die Nässe in die Bausubstanz zieht.
Woher kommt der Rohrbruch?
Die häufigsten Ursachen in der Region sind Alter und Kalk. Verzinkte Stahlleitungen aus den 1960er- bis 1980er-Jahren rosten von innen, bis irgendwann ein Nadelloch entsteht, das erst tropft und dann spritzt. Kalkablagerungen verengen den Querschnitt und erhöhen die Belastung an Bögen und Verbindungen. Dazu kommen Frost an Aussenleitungen und Gartenanschlüssen, die im Herbst nicht entleert wurden, Druckschläge durch schnell schliessende Armaturen und mechanische Schäden, etwa ein Bohrer, der beim Aufhängen eines Regals eine Leitung trifft.
Ein Fachbetrieb dichtet die Stelle nicht nur ab, sondern sagt Ihnen auch, ob das ein Einzelfall ist oder ob die Leitung am Ende ihrer Lebensdauer angekommen ist. Häufen sich die Rohrbrüche am selben Strang, ist das ein deutliches Zeichen für eine anstehende Sanierung.
Nach der Reparatur: trocknen und prüfen
Ein Wasserschaden ist erst erledigt, wenn die Bausubstanz trocken ist. Feuchte Unterlagsböden und Wände trocknen von allein oft monatelang nicht und werden zum Schimmelproblem. Bei grösseren Schäden ziehen Versicherung oder Verwaltung häufig eine Trocknungsfirma bei, die mit Messgeräten und Trocknungsgeräten arbeitet; wer den Auftrag erteilt, klären Sie vorher ab. Lassen Sie ausserdem die Elektroinstallation im betroffenen Bereich von einer Elektro-Fachperson prüfen, bevor die Sicherungen wieder eingeschaltet werden, besonders wenn Wasser in Steckdosen oder Verteilerdosen gelaufen ist.
Warum Trocknen heisst, Boden und Wand zu öffnen
Das sichtbare Wasser ist das kleinere Problem. Kritisch ist die Nässe im Schichtaufbau, also in der Dämmung unter dem schwimmenden Unterlagsboden und in den Hohlräumen von Vorwänden und Leichtbauwänden. Dorthin kommt Raumluft nicht. Ein Gerät mitten im Zimmer trocknet die Oberfläche und lässt die Dämmschicht feucht, und genau dort entsteht später der Schimmel. Fenster auf und ein Bautrockner im Raum reichen deshalb nicht.
Fachbetriebe messen zuerst mit Feuchtemessgerät und Tiefenmessung, wie weit das Wasser gewandert ist, und trocknen die Dämmschicht gezielt über die Randfuge oder über wenige gesetzte Bohrlöcher, mit Über- oder Unterdruck. Aufgeschnitten werden häufig Sockelleisten, Randfugen, durchnässte Gipsplatten und Tapeten sowie Bereiche hinter Einbauten. Nicht, weil jemand gross sanieren will, sondern weil sonst nicht trocken wird, was zählt. Eine solche Trocknung dauert häufig Wochen statt Tage, und die Geräte müssen laufen bleiben, auch wenn sie stören. Sanierung, Bodenbelag und Malerarbeiten folgen erst nach der Freimessung.
Wer meldet wem: die Gebäudeversicherung ist nicht automatisch zuständig
Ein verbreiteter Irrtum ist, dass nach einem Rohrbruch die kantonale Gebäudeversicherung zuständig sei. Die kantonalen Gebäudeversicherungen, im Kanton Zürich die GVZ, versichern Feuer und Elementarschäden. Schäden durch einen Leitungsbruch, durch Rückstau aus der Kanalisation oder durch Grundwasser fallen nicht darunter. Dafür braucht es eine private Gebäudewasserversicherung, und für die eigenen Sachen im Haushalt die Hausratversicherung.
Als Mieterin oder Mieter melden Sie den Gebäudeschaden der Verwaltung und den Schaden an Ihren eigenen Sachen Ihrer Hausratversicherung. Als Eigentümerschaft schauen Sie in die Police, welche Gesellschaft das Gebäudewasser deckt, und melden dort, und zwar vor grösseren Trocknungs- oder Sanierungsaufträgen, damit die Kostenübernahme geklärt ist. Was am Ende übernommen wird, entscheidet die Versicherung anhand Ihrer Police. Auskunft dazu gibt Ihre Versicherung oder Ihre Verwaltung, nicht der Sanitär-Fachbetrieb.
Vorbeugen: fünf Dinge, die Sie heute tun können
- Haupthahn suchen und allen im Haushalt zeigen.
- Absperrventile einmal im Jahr betätigen, damit sie nicht festsitzen.
- Aussenleitungen vor dem Winter entleeren und abstellen.
- Schläuche von Waschmaschine und Geschirrspüler alle paar Jahre ersetzen.
- Bei längerer Abwesenheit den Haupthahn schliessen.
Wie es mit der Versicherung weitergeht, lesen Sie im Ratgeber Wasserschaden und Versicherung.
Dieser Ratgeber ersetzt keine Beurteilung durch eine Fachperson vor Ort. Bei Gefahr für Personen: Notruf 118 / 144.
01 Fragen
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Wie finde ich den Haupthahn, wenn ich ihn noch nie gesucht habe?
Folgen Sie der Wasserleitung vom Wasserzähler aus: Der Haupthahn sitzt unmittelbar davor oder danach, meist ein blauer oder roter Drehgriff oder ein Hebel. Im Mehrfamilienhaus liegt er im Keller oder Technikraum; in der Wohnung gibt es oft Absperrventile im Bad oder in der Küche. Suchen Sie ihn heute, damit Sie im Notfall nicht suchen müssen.
Darf ich den Rohrbruch selbst abdichten?
Nur als Notbehelf und nur, wenn das Wasser vorher abgesperrt und die Leitung drucklos ist. Ein Stück Gummi mit einer Schlauchschelle oder ein Rohrreparaturband kann die Stelle überbrücken, bis der Fachbetrieb da ist. Lassen Sie die Finger davon bei Warmwasser- und Heizungsleitungen, bei Leitungen unter Druck, an Steigleitungen, an Pressverbindungen, am Wasserzähler, an der Hauseinführung und an allem, was nach Gas aussieht. Dicht wird die Stelle erst durch eine fachgerechte Reparatur.
Woran erkenne ich, ob es ein Leck ist oder nur Kondenswasser?
Kondenswasser verteilt sich als feine Tropfen gleichmässig über die ganze Länge eines kalten Rohres und tritt bei warmer, feuchter Luft auf, etwa nach dem Duschen oder im Sommer im Keller. Ein Leck tritt an einer einzelnen Stelle aus. Wischen Sie das Rohr trocken, legen Sie Haushaltpapier an die verdächtige Stelle und schauen Sie nach einer Stunde nach: eine einzelne nasse Stelle spricht für ein Leck, ein flächig feuchtes Rohr für Kondensation.
Muss ich als Mieterin oder Mieter den Schaden sofort melden?
Ja, so früh wie möglich. Das Mietrecht sieht in Art. 257g OR vor, dass Sie einen Mangel, den Sie nicht selbst beheben müssen, der Vermieterschaft melden. Melden Sie telefonisch über die Notfallnummer der Verwaltung und schicken Sie dieselbe Meldung mit Datum, Uhrzeit und Fotos schriftlich nach. Ist niemand erreichbar und läuft weiter Wasser, bieten Sie zur Schadenbegrenzung einen Fachbetrieb auf und halten das schriftlich fest. Wer die Kosten am Ende trägt, richtet sich nach Ihrem Mietvertrag und der Lage; Auskunft geben Verwaltung oder eine Mietrechtsberatung, nicht der Sanitär-Fachbetrieb.
Ist die kantonale Gebäudeversicherung für einen Rohrbruch zuständig?
In der Regel nicht. Die kantonalen Gebäudeversicherungen, im Kanton Zürich die GVZ, decken Feuer und Elementarschäden. Für Schäden aus einem Leitungsbruch braucht es eine private Gebäudewasserversicherung, für die eigenen Sachen die Hausratversicherung. Schauen Sie in Ihre Police oder fragen Sie Verwaltung beziehungsweise Versicherung, bevor Sie grössere Aufträge vergeben.
Warum muss für die Trocknung der Boden geöffnet werden?
Weil das Wasser in der Dämmschicht unter dem Unterlagsboden und in Hohlräumen von Vorwänden steht, wo keine Raumluft hinkommt. Ein Gerät mitten im Zimmer trocknet nur die Oberfläche, die Dämmschicht bleibt feucht, und genau dort entsteht später Schimmel. Fachbetriebe messen die Feuchte in der Tiefe und trocknen die Dämmschicht über die Randfuge oder wenige Bohrlöcher. Das dauert häufig Wochen, und erst nach der Freimessung folgen Bodenbelag und Malerarbeiten.
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Zwei Sätze und ein Bild reichen für eine erste Einschätzung, auch ohne Foto geht es. Vermittlung kostenlos, Anfahrt pauschal CHF 80.–, Offerte vor Arbeitsbeginn.
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